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Kreiselternrat trifft FDP zum Meinungsaustausch

Am 17.03.17 trafen sich Vorstandsmitglieder des Kreiselternrates (KER) mit Vorstandsmitgliedern der FDP aus dem Ortsverband Oberharz, dem Kreisverband Goslar sowie dem bildungspolitischen Sprecher der Landes-FDP in Clausthal-Zellerfeld. Diskutiert wurde entlang einer Kette von Sorgen und Problemen rund um die Schulen im Kreis und darüber hinaus.

Das Thema Inklusion als gut gemeint aber schlecht umgesetzt wurde ebenso tief bearbeitet, wie der hohe Stundenausfall, fehlende Schulsozialarbeit und die Sorge um die Zukunft der Gymnasien. Kritisch betrachtet wurden auch die steigende Anzahl von Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe und vor allem die Ansätze der Politik, die Lehrerausbildung zu vereinheitlichen. Anhand von Beispielen wurden Probleme und Lösungsansätze erörtert.

Statt Förderschulen weiter zu schließen, sollten diese zunächst erhalten werden. Das zielgleiche Unterrichten sei unter den derzeitigen Bedingungen kaum  realisierbar. Die Erfahrung zeige, so Wolfgang Just (FDP), dass Eltern mit der Umsetzung der Inklusion, nicht mit der Idee an sich, sehr unzufrieden seien. Frau Plettner-Voigt hinterfragt ferner, ob Mittel für die Inklusion auch immer zielgerichtet eingesetzt wurden.

Die Gymnasien haben bedingt durch Beschlüsse der Landespolitik große Aufgaben zu stemmen. Dabei erfüllen die Gymnasien laut Cronjäger eine sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe hinsichtlich der Vorbereitung auf das Studium. Durch die Änderung von G8 auf G9 seien eine hohe Anzahl Lehrkräfte notwendig um den Bedarf abzudecken, so Björn Försterling, MdL und bildungspolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Landtag. Sorge bereitet allen Teilnehmern auch die Qualität der Gymnasien, die Unterstützung begabter SuS wird nicht nachhaltig genug umgesetzt.

Als weiteres Thema ist die gymnasiale Oberstufe an der IGS Oker kritisiert worden. Um eine solche Oberstufe zu betreiben, müssen genügend Schüler im Kreis an die IGS geholt werden, die Anzahl ist jedoch kreisweit begrenzt, wie ein Leserbrief des ehemaligen Rektors der RKS, Herrn Bontjes aus Clausthal-Zellerfeld aufzeigt. Außerdem scheint eine Verwässerung der Inhalte zwischen IGS und Gymnasien von der Landesregierung gewollt zu sein. Frau Plettner-Voigt (KER) kritisiert den unglücklich gewählten Standort und bemängelt die geringe Anzahl an Profilen in der gymnasialen Oberstufe (nur drei Profile).

Die vereinheitlichte Lehrerausbildung sei mit der FDP im Land nicht vereinbar, betont Herr Försterling. Auch müsse die Landesregierung bei der Zahl der Schulsozialarbeiter aufzeigen, wie die fehlenden 1700 Stellen besetzt werden sollen. Försterling zeigt an, dass es bei geplanten 70 neuen Stellen erst in 24 Jahren zur kompletten Bedarfsabdeckung kommt. Letztlich wird kritisiert, dass die statistischen Werte, wie Unterrichtsversorgung sich nicht mit den praktischen Erfahrungen des Stundenausfalls decke. Hier scheint ein Schönrechnen statt zu finden.

Die Runde ist sich einig, dass das wichtige Thema Bildung von der Landesregierung in vielen Fällen schwerpunktmäßig falsch geführt wird und es einen großen Handlungsbedarf für eine Richtungskorrektur gibt.

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